Mark Zimmermann – Dr. Malatesta Dienstag, Jul 26 2016 

(c) Mark Zimmermann

(c) Mark Zimmermann

1., Was bedeutet es für mich, Belcanto-Partien zu singen…? 

Es ist eine Freude, diesen unglaublich raffiniert platzierten phrasierungstechnischen Elementen zu folgen, mit welchen die Komponisten dieser Epoche sehr gezielt jeweils sowohl den Witz, als auch die Ernsthaftigkeit ausgedrückt haben. Im Fall Don Pasquale sind es vor allem sehr verspielte musikalische Herausforderungen. 

2., Donizettis »Don Pasquale« finde ich…

Ein Werk von einfachem, aber dennoch sehr ehrlichem Humor, an dessen Ende sich die Emotionen und Wandlungen fast schon ein wenig zu schnell überschlagen. Umso schwerer wird es werden, diese schnellen Emotionswechsel auch glaubhaft darzustellen.

3., Wie würde ich meine Partie in »Don Pasquale« kurz charakterisieren?

Im Großen und Ganzen eine Art Drahtzieher, der die Fäden in der Hand hält und seine Pläne gekonnt umsetzt. Ein wenig hin – und hergerissen zwischen seiner Freundschaft sowohl zu Don Pasquale, als auch zu Ernesto, wodurch Malatesta auf mich gegen Ende auch ein wenig inkonsequent wirkt. Schauen wir, was der Regisseur daraus machen wird…

4., Welche anderen Belcanto-Partien habe ich bereits gesungen bzw. welche singe ich aktuell?

Figaro in Rossinis Il barbiere di Siviglia

Dandini in Rossinis La Cenerentola

Belcore in Donizettis L’elisir d’amore

5., Welche Belcanto-Partien werde bzw. möchte ich künftig unbedingt meinem Repertoire hinzufügen?

Leider gibt es im Belcanto nicht allzu viele Partien für mein Stimmfach, aber ich würde mich wahnsinnig freuen, diese vier Partien, die alle jeweils auf ihre Art großartig und extrem vielseitig sind, in meinem Repertoire halten zu können!

UNSER DON PASQUALE WIRD VORGESTELLT! Donnerstag, Mai 12 2016 

EINSPRINGER GESUCHT – EINSPRINGER GEFUNDEN ODER DER NORMALE ALLTAGSWAHNSINN EINES OPERNFESTIVALS…

UNSER DON PASQUALE WIRD VORGESTELLT!

 Sehr geehrte Damen und Herren! Verehrtes Opernpublikum!

Das gesamte Team des KlassikFestivals Schloss Kirchstetten freut sich sehr, Ihnen nun endlich unseren neuen Don Pasquale-Sänger und großartigen Einspringer, den jungen, wandlungsfähigen und äußerst spielfreudigen polnischen Bassisten Leszek Solarski vorzustellen!

Leszek debütierte bereits 2013 in der Partie des Leporello in W.A. Mozarts »Don Giovanni« beim KlassikFestival Schloss Kirchstetten und verbuchte bei jener Aufführungsserie einen großen persönlichen Erfolg.

 

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Dass Leszek sich bereit erklärt hat, so kurzfristig für unsere Produktion einzuspringen, zeugt nicht nur von seiner Flexibilität, sondern auch von seiner uneingeschränkten Professionalität und Kollegialität, zumal sich der andere geschätzte Kirchstetten-erprobte junge Sänger, den wir ursprünglich als Don Pasquale besetzt hatten, bedauerlicherweise aufgrund von schwerwiegenden Umständen in seinem privaten Umfeld plötzlich und unvorhersehbar von unserer geplanten Produktion zurückziehen musste…

Nach dieser schwierigen, dennoch absolut nachvollziehbaren Absage des Sängers begann die Suche nach einem geeigneten Kandidaten für die Titelrolle unserer Produktion…

Ein Unterfangen der ganz speziellen Sorte, da jeder, der mit Musiktheater im Allgemeinen zu tun hat weiß, dass Bässe seit Langem als Mangelware gelten und gute Bässe, die noch dazu die nötige Spielfreude, Wendigkeit und Aufgeschlossenheit mitbringen, geradezu als Rarität anzusehen sind… Umso mehr freut es uns, in Leszek nun einen Interpreten gefunden zu haben, der über die vorhin aufgezählten Attribute hinaus auch ein Höchstmaß an Kollegialität, Zuverlässigkeit und jede Menge Spielwitz bzw. Humor mitbringt.

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© Foto: Leszek Solarski // Dawid Kozlowski

 Freuen Sie sich mit uns zusammen auf das Kirchstettner Comeback eines beliebten jungen Künstlers, der ganz sicher auch zur Freude unseres geschätzten Publikums eine komplett neue und atypische Don Pasquale-Interpretation – fernab von jeglichen Rollenklischees, eingerosteten Traditionen und festgefahrenen Erwartungshaltungen – verkörpern und abliefern wird!

(Cs.N.)

 

Das Opernensemble 2016 wird vorgestellt Donnerstag, Apr 14 2016 

Das lange Warten auf die Veröffentlichung der diesjährigen Opernbesetzung des KlassikFestivals Schloss Kirchstetten hatte noch vor Ostern ein Ende…

Es ist nun an der Zeit, unserem Publikum auch das Ensemble vorzustellen. Nach der erfolgreichen Neupositionierung und Etablierung des Festivals 2015 als Belcanto-Opernfestival im Kleinsten Opernhaus Österreichs setzen wir dieses Jahr unseren aktuellen »Donizetti-Zyklus« mit der witzigen und spritzigen Opera buffa Don Pasquale in internationaler Besetzung fort.

Jedes ernstzunehmende Festival und sogar jede temporäre Opernbühne bemüht sich um eine stetige Qualitätssteigerung – ein konstantes Bemühen, welches auch ein fixer Bestandteil der Kirchstettner Agenda ist: Zu dieser besagten Qualitätssteigerung trägt vielerorts auch ein homogenes und konstantes Ensemble maßgeblich bei – bestehend aus (zumeist jungen!) Künstlerpersönlichkeiten, die durch ihre Mitwirkung bzw. Auftritte zurecht für enthusiastischen und wiederkehrenden Publikumszuspruch sorgten bzw. sorgen!

Kein Opernfestival kann auf seine Stars verzichten!

Im Sinne der obigen Qualitätssteigerung unseres Festivals sei an erster Stelle erwähnt, dass wir ab diesem Sommer unter der Leitung von Hooman Khalatbari ein neues, fixes und v.a. hochprofessionelles Opernorchester inkl. Belcanto-Erfahrung (!) engagieren konnten. Wir dürfen Ihnen hiermit nun das Ensemble The Virtuosi Brunenses als neues und fixes Opernorchester des Kirchstettner Belcanto-Opernfestivals präsentieren.

Die Chorpartie in der Oper wird auch dieses Jahr von den hochkarätigen und besonders spielfreudigen Mitgliedern des Wiener Kammerchors – unter Einstudierung von Gerhard Eidher –  übernommen; eine jahrelange fruchtbare und großartige Kooperation, worüber wir uns ganz besonders freuen!

Unter den diesjährigen SolistInnen des Opernensembles finden sich – gemäß einer mittlerweile auch als Kirchstettner Ensemblepflege zu betrachtenden Tradition – vorwiegend solche (junge) Sängerpersönlichkeiten, die in den vergangenen Jahren stets für Furore sorgten!

Wieder in einer Dr.-Rolle, diesmal aber als schelmischer Drahtzieher und Mediziner Dr. Malatesta und nicht als Jurist [Anm. Dr. Falke in Die Fledermaus; KlassikFestival Schloss Kirchstetten 2011] kehrt der deutsche Lyrische Bariton, Mark Zimmermann – nach erfolgreichen bisherigen Engagements als Dr. Falke, sowie als Konzertsolist – nun in einer vollständigen Opernrolle nach Kirchstetten zurück.

(c) Mark Zimmermann

(c) Mark Zimmermann

In der Partie des Ernesto dürfen wir Sie an dieser Stelle auf den deutschen, international gefragten (u.a. Staatsoper unter den Linden Berlin, Komische Oper Berlin, Staatstheater am Gärtnerplatz München und Salzburger Festspiele etc.) und Belcanto-erfahrenen Lyrischen Tenor, Miloš Bulajić aufmerksam machen, der dieses Jahr mit einer seiner zahlreichen musikalischen Belcanto-Visitenkarten sein Debut beim KlassikFestival Schloss Kirchstetten geben wird.

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(c) Miloš Bulajić

Einen überregionalen Erfolg und großen Publikumszuspruch konnte die rumänische dramatische Koloratursopranistin, Rodica Vica in unserer Don Giovanni-Produktion (2014) als hochdramatisch-expressive und koloraturgewandte Donna Anna verbuchen. Diesmal wird sie sich aber unserem Publikum von einer ganz anderen Seite präsentieren, indem sie die kapriziöse, temperamentvolle und verspielte Norina auf der Bühne darstellt – eine Partie, die sie bereits mehrmals an der Seite von internationalen Opernstars erfolgreich verkörpern durfte!

(c) Rodica Vica

(c) Rodica Vica

Nun stellt sich die legitime Frage nach unserem Titelhelden, den wir weder vergessen haben, noch Ihnen vorenthalten wollen: Bitte folgen Sie weiterhin unserem Blog, da unser Don Pasquale-Sänger in Kürze einen eigenen Blog-Eintrag gewidmet bekommen wird…  🙂

Die Donizetti’sche buffa nach traditioneller italienischer Operndramaturgie: Lyrischer Tenor liebt Lyrischen Koloratursopran – Buffobass versucht dies mit aller Macht zu verhindern – Lyrischer Bariton [Anm. diesmal KEIN Gegner des Tenors!] und vermeintlich wohlwollender Freund des Bassisten verhilft dem jungen Paar doch zu seinem Glück… wird dieses Jahr erneut frech, innovativ und publikumsbezogen von Csaba Némedi (Regie) und Gianpiera Bühlmann (Ausstattung) szenisch umgesetzt…

Das Leading team wird auch dieses Jahr durch zwei großartige und langjährige Mitarbeiterinnen des Festivals: Patricia Lehner (Maske) und Etelka Polgár (Regieassistenz und Abendspielleitung) dankenswerterweise komplettiert.

Cs.N.

Operndebut einer Schauspielerin Dienstag, Mai 26 2015 

Als mir der Opernregisseur Csaba Némedi das Angebot machte, eine Sprechrolle im Liebestrank zu übernehmen, war mir nicht bewusst, auch Teil des Chorensembles zu werden. Umso mehr ist diese Produktion eine Herausforderung an mich , eine Figur darstellerisch und gesanglich zu erarbeiten. 166675_180402955329886_3869004_n

Als Miglied im Jazzensemble DIE:JAZZ,  sind mir Auftritte als Chorsängerin zwar nicht neu, aber die Klassik ist dann doch wieder etwas komplett anderes.

Und das ganze auch noch auf italienisch…wo es doch geheißen hat, Maria, die Dorftratschen, hat die Aufgabe auf Deutsch, dem Publikum die Handlung näher zu bringen… Aber es wäre nicht das erste Mal, in einer für mich neuen Sprache, eine Figur auszuloten.

In der Rolle einer Kosovarin in der KTK LAMPENFIEBER Produktion „ Tom Dick und Harry“ im Herbst vorigen Jahres, sprach ich ausschließlich albanisch. Der Text war so geschrieben, dass er bereits in Lautschrift unterlegt war. Somit war die Klangfindung ein wenig erleichtert, allerdings erschloß sich mir der Text erst gänzlich während der Proben, in der jeweiligen , der Handlung zu Grunde gelegten, Emotion .

Dadurch, dass Maria also auch gleichzeitig Teil der Handlung ist, bin ich schon sehr gespannt auf die Dynamik die entsteht, einerseits direkten Kontakt mit dem Publikum zu haben, und andererseits in den jeweiligen Chorstellen, in der Szene zu stehen.

Um es also schon mit den Worten der Maria zu sagen, : „Leitln, des wird spannend!

(Gastbeitrag: Edith S.)

Zu Besuch auf der Seniorenmesse Sonntag, Mrz 8 2015 

Was braucht man, um das Klassikfestival Schloss Kirchstetten auf der Seniorenmesse im VAZ St.Pölten zu präsentieren:

Informationen über das Festival + Schöne Frauen + Liebestrank

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Mit dieser Formel informierten wie die interessierten Senioren, wo Kirchstetten liegt, dass es nicht zu weit weg ist und warum sich ein Besuch bei uns auf jeden Fall aufzahlt.

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Wir freuen uns auf ein Wiedersehen im schönen Weinviertel und viele begeisterte neue Anhänger des KlassikFestival Schloss Kirchstetten.

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Notizen am Rande des Vorsingens 2015 (Teil 2) Samstag, Feb 21 2015 

Die Partie der Adina

Die Partie der Adina scheint – insbesondere in Bezug auf ihre Rezeptionsgeschichte und Aufführungspraxis – zweifelsohne eine gewisse Sonderstellung zu genießen. Eine Partie, die 4 durch ihre Komposition durchaus als eine hybride Partie anzusehen ist. Sie lässt sich in keinerlei Schubladen stecken, denn sie gilt – bedauerlicherweise – etwa für Bravourkoloratursoprane oftmals als »zu wenig bravourös und brillant, somit wenig attraktiv«… Primär lyrische Soprane scheinen oft jedoch mit den kurzen, dennoch schwierigen Koloraturpassagen und der gesamten Tessitura dieser Partie ein gewisses Problem zu haben. Während helle, zarte und bewegliche Soubretten-Stimmen in puncto Volumen lediglich über eine mangelnde Rollenauthentizität, begrenzte vokale Ausdrucksmöglichkeiten und Farben verfügen können…

Warum hat ausgerechnet diese Partie durch die vergangenen Jahrhunderte musikalisch so gut wie keinerlei Aufwertungen, Veränderungen und gravierende bzw. virtuose Ergänzungen wie beispielsweise die exemplarische Titelpartie der »Lucia di Lammermoor« erfahren? Dass beinahe sämtliche Adina-Interpretinnen auch heute noch – entgegen der gängigen Aufführungspraxis der Belcantoopern – lediglich das zu singen pflegen, was die Partitur Donizettis enthält, bleibt wohl Adinas Geheimnis…[?]

Einzig die offizielle Diskografie des Werks weist zwei bedeutende und seltene Ausnahmen auf, die man in Bezug auf diese Partie musikalischer Natur feststellen kann: Die australische Sopranistin Dame Joan Sutherland sang unter der Leitung ihres Gatten Richard Bonynge, in der Gesamtaufnahme von »L’elisir d’amore« [Anm.: Plattenlabel: DECCA] jenen Koloraturwalzer, welcher vermutlich von Donizetti für die große Belcantosängerin Maria Malibran nachträglich als Einlagearie der Adina komponiert worden war. Einen zweiten und späteren Versuch startete auch die italienische Koloraturmezzosopranistin Cecilia Bartoli, diese Arie auf ihrem Album »Hommage à Maria Malibran« [Anm.: Plattenlabel: DECCA] wieder ins Repertoire zurückzubringen bzw. wiederzubeleben… Beide Interpretationen zählen zwar zweifelsohne zu den interessanten Höhepunkten der Donizetti-Diskografie, aber die besagte Einlagearie hat es bislang – auch mangelns an entsprechendem Notenmaterial – dennoch nicht geschafft, in die Rezeptionsgeschichte und reguläre Aufführungspraxis des Werks nachhaltig Einzug zu halten…

Ist also Adina sowohl in musikalischer, als auch in darstellerischer Hinsicht als eine Art Stiefkind des großen Komponisten anzusehen? Ja, sie ist es, denn es ist nicht leicht, den primär komplexen Donizetti’schen Anforderungen ohne ein spektakuläres und sonst obligatorisches Koloraturfeuerwerk zu entsprechen und zugleich auch eine Sängerin zu finden, die in der Lage ist, den heterogenen Ansprüchen dieser Partie in vollen Zügen gerecht zu werden. Es mag zwar Adina ein Stiefkind, eine schwierige Tochter Donizettis sein, aber wir freuen uns sehr, nun eine Sängerin für die Partie engagiert zu haben, die diesen Ansprüchen in ihrer Gesamtheit in höchstem Maß entsprechen kann.

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In diesem Sinne freut es uns aber sehr, Ihnen sehr verehrtes Opernpublikum des KlassikFestivals Schloss Kirchstetten, bald eine tolle, junge und internationale gesamte Besetzung offiziell präsentieren zu können, die u.a. nicht nur über einen hervorragenden und stilsicheren Nemorino, einen herben, spielfreudigen Dulcamara in bester Buffomanier und einen charismatischen Belcore, sondern auch über eine erstklassige, charmante Adina und eine quicklebendige, freche Giannetta verfügen wird!

(CSN)

 Den ersten Teil des Beitrags finden Sie HIER.

Opernwein Verkostung Sonntag, Jul 13 2014 

Was wie Spaß aussieht, ist bitterer Ernst und die Entscheidung ist gar nicht so leicht. Jedes Jahr gibt es einen besonderen Wein, der einer strengen  Begutachtung unterzogen wird.

Auch dieses Jahr war es wieder eine schwere Entscheidung. Sie waren alle wirklich sehr sehr gut!

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Weingut Woditschka aus Herrnbaumgarten, Weingut Hirtl aus Poysdorf, Weingut Bayer und Luckner aus Falkenstein präsentieren ihren besten Weinkreationen.

Unsere Helfer und Ehrengäste waren natürlich sehr genau bei der Entscheidung:

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Und der Sieger ist …… Weingut Woditschka aus Herrnbaumgarten mit einem Sauvignon Blanc

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Ab jetzt natürlich bei unseren Konzerten und den Opern-Aufführungen erhältlich.

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Zu späterer Stunde wurde natürlich nicht nur verkostet, sondern auch getrunken. 😉

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(ED)

 

 

Don Giovanni – Auf dem Weg zur Aufführung Sonntag, Mrz 30 2014 

Eine Oper ist das perfekte Zusammenspiel von Musik und Darstellung. Das fertige Produkt ist immer ein beeindruckendes Meisterwerk, das einen für ein paar Stunden in eine fremde Welt aus Liebe, Intrige, Rache und meist auch Tot führt.

Doch bis es zu diesem Meisterwerk kommt, ist es ein langer Weg. Deswegen möchten wir Ihnen in diesem Beitrag einen kleinen Ablauf um die Produktion „Don Giovanni“ im kleinsten Opernhaus in Österreich vorstellen.

Der Anfang

Gleich nach dem Ende der letzten Vorstellung von „Rigoletto“ im Sommer 2013 ging es an die Planung für die Saison 2014. Das Stück wurde bereits im Jahr davor fixiert.

Was passiert bei dieser Planung?

Budget wird aufgeteilt, Festlegung der Rollen, Ausschreibung für das Vorsingen, Saalplan, Bühnenaufbau und natürlich der Zeitplan für das Jahr 2013/14.

Das Vorsingen

Einen Monat vor dem Vorsingtermin kommt es zur Ausschreibung, der zu besetzenden Rollen. Dabei werden die Arien (hier sollen die gleiche Voraussetzungen für alle gelten), Spielalter und andere Vorgaben bekanntgeben.

Natürlich freuen wir uns in jedem Jahr über die zahlreichen und beeindruckenden Bewerbungen. Doch leider muss hier schon im Vorfeld eine Auswahl getroffen werden, denn ansonsten sitzt das künstlerische Team mindestens eine Woche. 😉

Nach einem Wochenende voller unterschiedlicher Don Giovanni-Arien-Interpretation geht es in die Entscheidung.  Hier rauchen die Köpfe und es müssen schwere Entscheidungen getroffen werden.

Ein neues Jahr

Die Rollen sind fixiert, die Sänger und Sängerinnen benachrichtigt, jetzt folgt die weitere Planung. Striche werden gemacht, Masse für die Kostüme angefordert und das Bühnenbild wird immer genauer.

Das Festival-Programm muss gemacht werden. Das Programm bietet einen Überblick über die Konzerthighlights im Juli und natürlich die Oper. Die Besucher erfahren zudem, wie sie an Karten kommen und welche Abo-Optionen es gibt.

Aktueller Stand

Die Sänger und Sängerinnen sind bereits am Lernen der Partien. Die Kostümbildnerin ist schon fleißig am Nähen und Besorgen der Kostüme. Musik und Inszenierung wurden schon unzählige Mal im Kopf durchgespielt.

Was steht also als nächstes an?

Im Mai folgt die erste Orchesterprobe. Schon jetzt stimmt sich das Ensemble mit dem künstlerischen Team ab.

Dann steht der Vorfreude für den Probenstart nichts mehr im Weg.

(ed)