MARIA TAYTAKOVA

(Lyrischer Sopran mit Koloraturfähigkeit)

 

…Esprit de Charme, Stil und Glamour!

 maria-taytakova

Liebe Leserinnen und Leser,

im heutigen Kapitel unseres aktuellen, vierteiligen KlassikFestival Schloss Kirchstetten-Blogs möchten wir Ihre Aufmerksamkeit auf die großartige slowakische Opern- und Konzertsängerin Maria Taytakova lenken.

Maria konnte bei unserem Festival sowohl als empfindsame, kraftvoll agierende und stimmlich extrem berührende Gilda (G. Verdi, »Rigoletto«, 2013), als auch als energische, facettenreiche, moderne und fabelhaft belcanteske Adina (G. Donizetti, »L’ elisir d’ amore«, 2015) große persönliche Erfolge verbuchen!

Einen ganz speziellen Erfolg durfte sie 2015 feiern, als sie bei unserer festlichen und internationalen Operngala zugunsten des Hilde Wagener-Künstlerheims (Baden) mitwirkte: An diesem Abend trat sie als Violetta Valéry (G. Verdi, »La Traviata«), Gilda (G. Verdi, »Rigoletto«) und Lakmé (L. Delibes, »Lakmé«) in Erscheinung.

Dass Maria in ihren berühmten Rollen der Violetta und Gilda das Publikum sowieso restlos zu überzeugen und zu begeistern weiß, war ja bereits im Vorfeld zu diesem Konzert vorauszusetzen, ABER das absolute und unangefochtene Highlight dieses unvergesslichen Abends – wie es sogar in den offiziellen Kritiken extra angemerkt und hervorgehoben wurde – lieferten sie und die griechische Mezzosopranistin Elsa Giannoulidou mit dem innig-beseelten, äußerst musikalischen und stimmschönen Vortrag des berühmten Duetts Lakmé & Mallika (L. Delibes, »Lakmé«), womit sie für Furore sorgten!

Rückblickend auf Marias Kirchstettner Erfolge, erlauben Sie mir bitte auch noch eine kurze persönliche Anekdote zu erzählen, um einmal mehr die hervorragenden Qualitäten dieser Sopranistin zu unterstreichen: Nachdem Maria für ihre Gilda frenetisch gefeiert worden war, war es für uns alle klar, dass sie auch eine hervorragende Adina-Interpretin sein könnte…

Beim öffentlichen Vorsingen für die Partien des Kirchstettner Liebestranks ist aber etwas ganz Besonderes passiert, was man als Dirigent oder als Regisseur in so einem Rahmen – leider – viel zu selten erleben darf… Auch wenn Adina nicht unbedingt zu den dankbarsten Donizetti-Heldinnen gezählt werden kann, muss man dennoch festhalten, dass diese Rolle abseits der Bravourkoloraturrollen des Komponisten eine insgesamt ziemlich fordernde, schwierige und anspruchsvolle ist. Zu Beginn der geforderten Adina-Arie: Prendi, per me sei libero zeigte Maria eine derart unglaubliche musikalische und v.a. dynamische (!) Palette, dass es uns schlicht und einfach den Atem verschlagen hat! Es war einer jener raren Momente, wo man am liebsten das Vorsingen entweder sofort abrupt beenden und der Sängerin spontan und enthusiastisch mitteilen möchte: »Sie haben die Rolle!!!« oder ganz im Gegenteil die Sängerin doch mehrmals bitten möchte, nur ein und dieselbe Stelle erneut zu wiederholen, weil man ja seinen eigenen Ohren nicht trauen kann, was man da eben gehört hat!

 

Dass Maria in ihrem genuinen Stimmfach eines vollen Lyrischen Soprans mit Koloraturfähigkeit, also in jenem Fach, in welchem sowieso auch weltweit die Konkurrenz am stärksten und am unerbittlichsten ist, zu den ganz Großen ihrer Generation gehört, ist weder zu überhören, noch zu übersehen… Allein die unglaubliche Wärme und der Farbenreichtum ihrer Stimme ist herausragend.

Ob nun die leichteren bzw. lyrischeren Heldinnen eines Verdi oder Puccini oder aber auch bestimmte Fachpartien aus der Epoche des Belcanto, sowie auch in der jüngeren Vergangenheit sogar einige Barockrollen, allesamt werden mit Maria Taytakova immer und ausnahmslos zu einem großartigen Erlebnis.

Aus diesem Grund freuen wir uns ganz besonders, sie im Herbst 2017 erneut im Schloss Kirchstetten bei der Belcanto-Operngala »Le donne di Donizetti« begrüßen zu dürfen!

Cs.N.

 

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